22.02.2018 17:24

Die innere Kraft aktivieren

Diese Pressemeldung zum Tag der Wertschätzung im März ist zur freien Verfügung - wir freuen uns über Verwendungshinweise. Hier Word-Datei als Download

Von Dr. Karin Uphoff, Leiterin connectuu GmbH und Lehrbeauftragte, Gründerin der Initiative heartleaders

Stärke. Innere Kraft. Eisernen Willen. Entschlossenheit. All das wünschen wir uns, um unsere Ziele umzusetzen. Wir möchten ein Projekt rechtzeitig abschließen. Jeden Morgen joggen gehen. Abnehmen. All die interessanten Zeitschriften und Bücher lesen. Und machen dann… nichts. Oder zumindest nicht das, was wir uns vorgenommen haben. Sondern das, was und wie wir es immer tun. Zum Tag der Wertschätzung wollen wir deshalb eine Anregung geben, wie wir unsere innere Kraft aktivieren können. Denn auch DAS ist eine Form der Wertschätzung: Achtsamer Umgang mit der eigenen Zeit und Energie. Und mit den Ressourcen anderer Menschen.

Ich würde ja gerne wollen. Aber ich kann nicht…
Was blockiert uns? Wie können wir diese Blockade umgehen? Unser Hirn hat einen bevorzugten Modus: den des Autopiloten. In diesem Modus verbraucht es am wenigsten Energie. Und grundsätzlich möchte unser Hirn IMMER möglichst wenig Energie verbrauchen. Die morgendliche Routine daheim, die Fahrt zur Arbeit, der Tag im Büro: Dies läuft häufig sehr ähnlich ab und so geht unser Hirn, wann immer es geht, auf den Modus „Autopilot“. Meist, ohne dass wir das merken.
Eine herausfordernde Aufgabe steht an? Unser Hirn ist sehr geschickt darin, unsere Aufmerksamkeit (und den damit verbundenen Mehraufwand an Energie) abzuwenden und unseren Blick auf andere, leichtere Tätigkeiten auszurichten. Und ruckzuck ist der Tag vorbei, wir waren die ganze Zeit irgendwie beschäftigt, aber haben nicht das gemacht, was wir eigentlich wollten, was eigentlich wichtig war…
Obwohl wir wissen, was zu tun ist, und wir auch wissen, WARUM wir es tun sollten, tun wir es nicht...

Wie überwinden wir diese Schwerfälligkeit unseres Hirns?
Indem wir das Hirn aus dem Automodus holen. Und das tun wir durch etwas, das „ungewöhnlich“ ist, uns rausholt aus unseren Mustern, aus unserer Komfortzone, sodass das Hirn umschalten MUSS. Und wir dann diese „Überraschung“ nutzen, um Aktivierungsenergie zu entwickeln. Dazu müssen Sie sich allerdings einmal kurz ZWINGEN. Sie werden es nicht WOLLEN. Und Sie müssen nach dem Zwingen SOFORT handeln, innerhalb von 3 Sekunden. Sonst verpufft die Energie.

Unsere Übung für Sie: Sofort aufstehen. Kalt duschen. Und los!
Beginnen Sie den Tag direkt mit einem „Nein“ zum Autopiloten. Heißt: Stellen Sie den Wecker so, dass er Sie 10 Minuten früher als sonst weckt. Sobald er schellt, schalten Sie ihn aus und stehen sofort auf. Sofort. SOFORT. Nicht noch einmal dösen oder umdrehen oder Schlummertaste drücken, sondern: aufstehen. KEINE E-Mails checken, keine Social Media, keine internen Nachrichten. Handy bleibt unbeachtet. Aufstehen!
Im ersten Moment ist’s  gruselig. Aber sobald Sie stehen, folgt das gute Gefühl. Yeah, ich habe es geschafft!
Und gehen Sie gerne noch einen Schritt weiter: Drehen Sie beim Duschen zu Beginn und zum Abschluss das kalte Wasser auf. Ein paar Sekunden reichen schon. Durchbrechen Sie Ihre Muster! Ja, das ist hart. Doch genau diese Aktivierungsenergie, diese aktive Überwindung schaltet Ihr Hirn auf „Alarmbereitschaft“. Und das gibt Energie und treibt uns raus aus dem Autopiloten, aus der Trägheit, aus der Komfortzone. Und diese Erfahrung nutzen Sie dann auch für andere Momente.

Die 3-Sekunden-Regel
Es ist ganz einfach (nur eben nicht leicht): Zählen Sie von 3 konzentriert rückwärts (also:drei, zwei, eins). Und dann legen Sie los. Nicht erst nachdenken oder zögern, sonst ist die Energie weg. SOFORT loslegen mit dem, was Sie wirklich machen wollen und sollten.

Immer wieder wachrütteln
Die Aktivierungsenergie treibt uns also raus aus dem Autopiloten. Jetzt heißt es: ran an die Arbeit! Wenn Sie sie zeitlich flexibel einteilen können: Planen Sie künftig für den Morgen keine Meetings, keine Telefonate, keine Abstimmungen ein. Nehmen Sie erst einmal jene Aufgaben in Angriff, die außerhalb der Routine liegen. Solche, für die Sie Energie aufwenden müssen. Nur Sie und das, was wirklich wichtig ist. 2-3 Stunden lang. Danach kann alles andere kommen.
Stimmen Sie sich dazu auch gerne mit den Kolleg(inn)en ab. Vereinbaren Sie beispielsweise, dass bis 11 Uhr Ruhearbeitszeit ist und jede/r sich auf seine strategischen Themen konzentriert. Und Besprechungen immer erst danach stattfinden.
Streuen Sie im Verlauf des Tages immer wieder Wachrüttler ein. Lassen Sie sich zum Beispiel immer zu Beginn einer vollen Stunde von Ihrem Smartphone kurz anpiepsen. Und dann: tief durchatmen, von 3 bewusst rückwärts zählen, das, was für den Tag wichtig ist, vor Augen führen. Sortieren. Und weiterarbeiten.

DAS ist nämlich auch eine Form der Wertschätzung – Wertschätzung von Zeit und Energie und Ressourcen. Seiner eigenen und der der anderen.

PS: Sie hatten sich vorgenommen, noch ins Training zu gehen, sind aber gerade soooo erschöpft? Holen Sie sich die Energie vom schwungvollen Aufstehen am Morgen wieder in Erinnerung. 3, 2, 1. Tasche gepackt und LOS! : )


Hintergrund:

Tag der Wertschätzung: immer am Dritten

Wertschätzung macht stark. Uns Menschen, unsere Organisationen und Unternehmen, unsere Gesellschaft. Doch häufig vergessen wir das in der Hektik des Alltags. Deshalb gibt es den Tag der Wertschätzung. Immer am Dritten. Er soll uns regelmäßig daran erinnern, Wertschätzung zu zeigen. Klar, besser wäre, wir würden jeden Tag daran denken. Aber wenn wir unsere Wertschätzung wenigstens einmal pro Monat ganz bewusst zum Ausdruck bringen, sickert es langsam in Herz und Hirn und festigt sich.
Wie können Sie mitmachen?
Ob in der Familie oder als Unternehmen, zu Hause, im Team oder öffentlich: Sie können sich an diesem Tag kleine Zeichen der Wertschätzung setzen – Danke sagen, andere ganz besonders herzlich begrüßen, Freunden, Bekannten, Kollegen einen kleinen Gruß schicken, mit dem Hearty-Hallo-Button Ihre Verbundenheit zeigen, sich im Team mit einzelnen Facetten der Wertschätzung beschäftigen.  Anregungen, hearticons, Postkarten und mehr finden Sie hier:
www.am-dritten.de.



Fotomaterial für Medien:

 

- Postkarte: Es gibt auch eine Postkarte zum Thema - in gedruckter Form und als e-card (http://am-dritten.de/bestellen).

 

 

 

 

- QR-Code: Hier geht’s zum Tag der Wertschätzung (www.am-dritten.de)


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