03.08.2018 12:53

Austausch braucht Neugier und Demut

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Von Dr. Karin Uphoff, Leiterin connectuu GmbH und Lehrbeauftragte, Gründerin der Initiative heartleaders

„Wir hatten einen intensiven Austausch“, wird ein Meeting gerne zusammengefasst. Und geht es Ihnen auch manchmal so, dass Sie denken: Naja, es haben immer dieselben Menschen gesprochen. Und jeder war hauptsächlich bemüht, sich Gehör zu verschaffen und seine Meinung durchzusetzen. Mit „Austausch“ hatte das nichts zu tun…

Was macht Austausch zu „wahrem“ Austausch? 
Austausch braucht die Offenheit, meinem Gegenüber zuzuhören. Und (noch viel wichtiger!) die Bereitschaft, vorbehaltlos HINzuhören.
Das setzt zwei Dinge voraus.

Das eine ist NEUGIER. Die Lust daran, Neues zu erfahren, dazuzulernen, andere Sichtweisen kennenzulernen, ohne Einschränkung die Worte und Sätze so auf mich wirken zu lassen, damit sie (neue) Saiten in mir zum Klingen bringen.
Das klingt so selbstverständlich. Ist es aber häufig nicht – auch ich ertappe mich immer wieder, dass ich schon weiterdenke oder meine Antwort zurechtlege, während der/die andere noch spricht. Wie sagte eine Bekannte kürzlich ganz stolz: „Ich bin eine gute Zuhörerin und kann sehr schnell denken und kombinieren. Bevor mein Gegenüber fertig gesprochen hat, weiß ich schon, was gemeint ist. Und habe daher immer gleich eine Antwort parat.“ DAS meine ich eher nicht mit „HIN“hören…

Austausch braucht also Hinhören und Neugier. Was noch?

Die andere wichtige Grundhaltung für wahren Austausch ist: DEMUT.
Ein schönes altes Wort! Mögen Sie es mal auf sich wirken lassen? Demut…  Ich finde, dieses Wort strahlt Ruhe und innere Kraft aus. Wikipedia sagt dazu: „Demut (…) ist die „Tugend, die aus dem Bewusstsein unendlichen Zurückbleibens hinter der erstrebten Vollkommenheit (…) hervorgehen kann“.
An anderer Stelle wird es so beschrieben: „Demut ist die Bereitschaft, das Eigene zugunsten der anderen zurückzunehmen.“ Ich akzeptiere, dass ich nicht alles wissen kann und auch gar nicht alles wissen MUSS, dass es andere Wahrnehmungen und Erkenntnisse als nur die meinigen gibt und dass sie für mich eine Bereicherung sein können.  Ich räume der/dem anderen Bedeutung ein, gestehe mir und ihr/ihm zu, dass er (auch) etwas beizutragen hat.
Spüren Sie es?

Das ICH wird leise, das Streben nach Wichtigkeit und Beachtung wird kleiner. Ich muss nicht mehr mit Antworten und Wissen und Statements glänzen, ich kann loslassen und mich wohlwollend, fröhlich, unangestrengt und neugierig dem anderen zuwenden. Zuhören. HINhören. Und lernen!

So einfach. Und doch oft soooo schwer.


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